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TOP 10 über Implantation

1. Was versteht man unter Zahnimplantaten?
2. Wann ist die Implantation sinnvoll und welche sind die Vorteile?
3. Aus welchem Material werden Implantate gemacht?
4. Wer kann implantiert werden?
5. Welches Risiko hat die Implantation?
6. Wie werden Zahnimplantate eingesetzt?
7. Massnahmen vor dem Implantieren
8. Massnahmen nach dem Implantieren
9. Vorgehensweise, wenn der Zahnersatz auf das Implantat schon angefertigt ist.

10. Wie lange soll man für eine Implantation in Ungarn bleiben?    

1. Was versteht man unter Zahnimplantaten?

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die von der Form her den natürlichen Zahnwurzeln ähnlich sind und in den Kieferknochen eingesetzt werden. Während der Einheilung wächst der Knochen an die künstliche Zahnwurzel, an das Implantat. Während der Einheilungszeit (im Unterkiefer max. 3 Monate, im Oberkiefer min. 4 Monate) liegt das Implantat unterhalb der Schleimhaut, dadurch wird das Implantat von Belastungen geschützt. Nach der Einheilungszeit wird die neue Zahnkrone in dieses Implantat eingeschraubt. Die auf dem Implantat angefertigten Zahnersätze funktionieren so wie unsere eigene Zähne, Laiker können den Unterschied gar nicht bemerken. Sie verbessern das Kauen, statt der Zahnwurzel nimmt das Implantat den Druck des Kauens auf und leitet ihn schonend in den Kiefer ein. Mit einer künstlichen Krone auf einem Implantat gewinnen Sie ein Komfortgefühl und die Ästhetik des Gesichts wird vorteilhaft verändert.

2. Wann ist die Implantation sinnvoll und welche sind die Vorteile?

  • Wenn einzelne Zähne ersetzt werden sollen. Das Implantat eignet sich dafür, ohne die Nachbarzähne abschleifen zu müssen, den fehlenden Zahn zu ersetzen.
  • Im Falle eines endstelligen Zahnvelustes, wenn ein oder mehrere Zähne fehlen. In solchen Fällen ist nur mit hilfe von Implantaten eine festsitzende Lösung, also Brücke möglich. Dieser Zahnersatz ist bequemer und leichter zu reinigen, als ein herausnehmbarer Zahnersatz.
  • Wenn nur noch einige Zähne vorhanden sind. Je nachdem kann man mit Implantaten entweder ein festsitzender oder ein herausnehmbarer Zahnersatz angefertigt werden. 
  • Bei voller Zahnlosigkeit kann der Situation nach mit Hilfe von 4-8 Implantaten ein festsitzender Zahnersatz, eine zirkuläre Brücke oder eine sog. Overdenture oder ein kombinierter Zahnersatz angefertigt werden. Es kann eine solche Prothese konstruiert werden, die sich beim Kauen oder Sprechen nicht bewegt, und zugleich ein Komfort- und Sicherheitsgefühl gibt. Sicherer Halt von Prothesen.
  • Nach Zahnverlust wird der unvermeidliche Kieferknochenabbau vorgebeugt. Der Abbau des Kieferknochens wird erheblich verzögert.
    Grössere Kaukraft und hoher Tragekomfort. Mehr Genuss, ein fester Biss und alle Voraussetzungen für eine ausgewogene Ernährung. Ebenso gewinnen Sie die Sicherheit beim Sprechen, Singen und Lachen zurück!
    Sicheres Auftreten und herzhaftes Lachen. Ein neues Selbstwertgefühl und mehr Lebensqualität durch Ihre positive Ausstrahlung auf Mitmenschen. Dank stabilem, unauffälligem Zahnersatz auf Implantaten.

3. Aus welchem Material werden Implantate gemacht?

Implantate bestehen aus einem gewebefreundlichen Materiel, aus Titan. In den Körper darf nur ein solches Material eingesetzt werden, dass dem Körper keinen Schaden zufügt, vom Gewebe angenommen und nicht abgestossen wird. Titan wird daher problemlos vom Körper angenommen, ohne allergische Reaktionen auszulösen. Zahnimplantate sind zylinder- oder schraubenförmig, haben ein Durchmesser von 3,3-6,0 mm und sind 9-16 mm lang. Die Oberfläche einiger Produkte wird auch mit gewebefreundlichem Material eingeschmiert, das die schnelle Einbauung erleichtert.

4. Wer kann implantiert werden?

Nach der Voruntersuchung berät Sie der Zahnarzt über die mögliche chirurgische Behandlung im Zusammenhang mit Zahnimplantaten. Wichtig für eine erfolgreiche Implantation sind normale Wundheilungskapazität und allgemeine Gesundheit. Notwendig sind zudem ein ausreichendes Knochenangebot sowie eine gute Knochenqualität. Gute Mundhygiene ist dabei unerlässlich.

Vor dem Eingriff sollten Karies und Zahnbetterkrankungen behandelt werden. Das Knochenangebot kann mit mit modernen Eingriffen verstärkt werden. Es gibt solche Krankheiten, die die Implantation in Frage stellen, z.B.: Diabetes, Bluterkrankung, bestimmte Medikamente oder das Rauchen. Erst nach einer gründlichen Untersuchung kann über die Implantation Entscheidung getroffen werden.

5. Welches Risiko hat die Implantation?

Die Beschwerden nach dem Implantieren sind die selben wie nach dem Zahnreissen. Implantate werden nur selten vom Körper ausgestossen. Bei gründlicher Mundhygiene und regelmässiger Kontrolle wird das Risiko vermindert.

6. Wie werden Zahnimplantate eingesetzt?

Die Implantation erfordert eine gründliche Planung und Ausführung seitens des Zahnarztes und auch des Zahntechnikers. Zuerst informiert sich der Zahnarzt über den allgemeinen Zustand, über die Krankheiten (Medizine) des Patienten. Es wird eine Röntgenaufnahme gemacht, oder wenn nötig spezielle Aufnahmen. Nachdem der Zahnarzt den Patienten über die Behandlung aufgeklärt hat, beginnt der Eingriff. Nach der örtlichen Betäubung wird der Kiefer an jener Stelle freigemacht, wo das Implantat in den Knochen eingesetzt werden soll. Nach dem Einsetzen wird das Zahnfleisch vernäht und mittels Kühlung daran gehindert, übermässig anzuschwellen. Die Nähte werden in 7-10 Tagen nach dem Eingriff entfernt. Anschliessend wird eine unbelastete Einheilphase eingehalten. Die Einheilphase beträgt durchschnittlich 3-6 Monate.
Während dieser Übergangszeit tragen Sie einen provisorischen Zahnersatz. In Ausnahmefällen kann das Implantat früher, selten sofort belastet werden.
Nach der Einheilungszeit bekommen Sie Ihre neue Zahnkrone, was auf den Aufbauteil des Implantats befestigt wird.
Realistisch ist eine Behandlungsdauer von drei bis sechs Monaten, wobei das Verwachsen von Knochen und Implantat am längsten dauert. In dieser Zeit tragen Sie ein Provisorium. Ist die Einheilphase abgeschlossen, lässt der Zahnarzt das Aufbauelement in das Implantat einrasten, setzt die Zahnkrone auf und verbindet sie mit der neuen Wurzel.

7. Massnahmen vor dem Implantieren

  • Informieren Sie Ihren Zahnarzt über Ihre Krankheiten und über Ihre Medikamente.
  • Vor dem Eingriff essen Sie normal und kommen Sie nicht mit leerem Magen.
  • Bringen Sie einen Begleiter mit, es ist besser wenn Sie nachher nicht Auto fahren.
  • Nehmen Sie die regelmässig eingenommenen Medikamente.

8. Massnahmen nach dem Implantieren

  • Nach dem Eingriff fahren Sie nicht selbst.
  • Nach dem Einsetzen wird das Zahnfleisch mittels Kühlung daran gehindert, übermässig anzuschwellen.
  • Essen Sie nicht solange Sie die Betäubung fühlen.
  • Trinken Sie einen Tag lang keinen Kaffee, Tee, Alkohol, rauchen Sie nicht und essen Sie keine gewürzte Speisen.
  • Achten Sie auf Mundhygiene und sorgfältige Pflege: putzen Sie Ihre Zähne und spülen Sie mit Chlorhoxidin.
  • Nehmen Sie die empfohlenen Medikamente ein.
  • Wenn nötig, nehmen Sie Schmerztabletten ein.

9. Vorgehensweise, wenn der Zahnersatz auf das Implantat schon angefertigt ist.

  • Achten Sie auf Mundhygiene.
  • Der Zahnarzt erklärt Ihnen die richtige Reinigungstechnik des Zahnersatzes. Es können spezielle Mittel nötig sein: z.B.: Interdental-Zahnbürste, Superfloss, Zahnseide etc.
  • Durch sorgfältige Pflege und regelmässige Kontrollen alle 6-12 Monaten sichern Sie sich langfristige Freude an Ihren künstlichen Zahnwurzeln! Aktuelle Beobachtungen zeigen, dass Implantate weit über 30 Jahre beschwerdelos im Knochen verankert sein können.

10. Wie lange soll man für eine Implantation in Ungarn bleiben? 

Sie brauchen ca. eine Woche  (z.B.: von Montag bis Samstag) zu bleiben. Am ersten Tag findet die Beratung, Untersuchung und Implantation statt. Einen Tag vor der Abreise wird die Naht entfernt und am Tag Ihrer Abreise werden Sie kurz nochmals untersucht. Für weitere Möglichkeiten fragen Sie den Arzt! Er steht Ihnen gerne zur Verfügung!